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[Personal] Über das „nach-Hause-kommen“

Mo 31.10.2011

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Das ist etwas was ich so noch gar nicht kannte… Physikalisch nach Hause zu kommen.

Ich musste erst nachdenken ob „das Zuhause“ und somit „nach Hause kommen“ nicht ein völlig falscher Begriff für was ich ausdrücken möchte ist. Denn ich wollte über das Gefühl reden, das man hat wenn man an einen Ort kommt mit dem man sehr viele vertraute Emotionen bzw. Erlebnisse, die einen langfristig formten. Ich glaube nicht, dass es notwendig ist „zu Hause“ physikalisch gewohnt zu haben. Ich persönlich würde sogar so weit gehen, dass das Browsen eines uralten Backups ähnliche Gefühle wecken kann, aber das soll hier nicht behandelt werden. Ich will wie gesagt über das physikalische zu Hause reden, denn zuletzt ist man doch ein Mensch, der in einem physikalischen Körper steckt. Und dennoch spielt der Wohnsitz dafür nicht unbedingt eine Rolle, sondern wie anfangs erwähnt der Bezug den man mit Hilfe von Erinnerungen zu Objekten am besuchten Ort aufbaut.

Nach 2 Monaten in Münster fühlte ich die ersten emotionalen Verbindungen mit der Region Nürnberg, als ich auf dem Kreuz Fürth/Erlangen landete, da ich den Weg ab dort schon mehrfach gefahren bin. D.h. das Heimatgefühl (ich führe Heimat als relative Umgebung zu einem „zu Hause“ Objekt ein) macht sich eigentlich breit als ich irgendetwas Bekanntes sah. Dazu muss man sagen, dass ich noch nie länger als 3 Wochen von „zu Hause“ entfernt war.

Sehr interessant sind dann das Ausführen von einst alltäglichen Operationen, wie die Haustüre aufsperren oder sich etwas zu trinken suchen. Da bekommt man dann MEGA-Emotions-Schock. Das crittet auf der Skala von 1 bis 10 dann auch tatsächlich für 21. Als Hobby-Feinschmecker weckte anscheinend auch jede Form von vertrautem Essen schöne Gefühle in mir.

Diese Gefühlskombination ist vermutlich deswegen dem Hören von Musik, die man mit einem Ereignis oder einer Phase verbindet oder dem Ansehen von Bildern (oder dem Brownes von Backups :P ) überlegen, weil man auf Grund der physikalischen Qualität nur schwer einfach „abbrechen“ kann.

Was ich eigentlich sagen wollte: Das erste mal nach langer Zeit nach Hause zu kommen ist sehr schön, lädt zu Reflektion ein und ist ein Gefühl das man gerne teilen möchte. Jeder auf seine Weise.

From → Personal

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